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Lagerbericht So-La 2007
«Ritter»
Auf der grossen Schanze in Bern begrüssen der König und seine Gefolgschaft die Kinder, die dem König ihre Unterstützung zugesichert haben. Der König berichtet, dass ein böser Drachen sein Königreich am See bedrohe. Daraufhin war sein feiger
Ritterstamm geflüchtet und liess den König im Stich.
Gemeinsam reisen wir zum Schloss Enzenbühl in Gwatt, wo die jungen Ritteranwärter zunächst durch die Gemächer und die Schlossumgebung geführt
werden. Nach einem köstlichen Willkommensmahl werden die ersten Tagesaufgaben auf die drei neu entstandenen Ritterstämme verteilt.
Beim Wettkampf am Nachmittag haben die Kinder die Gelegenheit die zahlreichen Aufgaben der Burgbewohner kennen zu lernen. Das
heimlich vom Drachen entführte Burgfräulein finden wir dann zum Glück unversehrt, bloss leicht verängstigt, im Wald wieder,
nachdem wir einem roten Faden seines Kleides gefolgt waren.
Am nächsten Tag basteln wir eifrig Knappenhemden, Schilder und Schwerter um uns für das Ritterturnier vorzubereiten. Am Nachmittag überbringt
ein Bote die Nachricht, dass der Drache auf der Tellenburg bei Frutigen gesichtet worden sei. Wir machen uns schleunigst zum Aufbruch bereit
und treffen uns alle bei der Burg wieder. Obwohl wir dem Drachen dort nicht begegnen, finden wir überall verstreut funkelnde Gegenstände
aus der Schatztruhe des Drachens.
Am Dienstagmorgen beginnt die eigentliche Ritterausbildung, in welcher die ambitionierten Ritter in spe ihre Fähigkeiten in
verschiedenen Sparten unter Beweis stellen können. Zum Schluss bauen die Ritter mit ihren Ausbildern fantasievolle und
ausgeklügelte Drachenfallen rund ums Haus. Nach der anstrengenden Ausbildung verbringen wir dann wohlverdient den Nachmittag im
Strandbad in Thun. Dort erkunden die Ritter einerseits den See im Tretboot und toben sich anderseits auf der Rutschbahn im Bad aus.
Am folgenden Tag – es ist der 1. August – erhalten wir bereits beim Frühstück die Nachricht, dass der Drachen erneut gesichtet
worden sei, dieses Mal auf dem uns gegenüberliegenden Beatenberg. Wir packen unsere Siebensachen und machen uns per Bus, Schiff
und Zahnradbahn auf den Weg. Auf dem Beatenberg angelangt, entdecken wir Drachenspuren und sogar ein leeres Drachennest mit einem
Schmuckstück darin. Die Hofärztin bereitet uns Zutaten, welche wir zu einem Gift zusammenbrauen und ins Drachennest legen.
Nach kurzer Zeit kehrt der Drachen zurück und nippt ahnungslos am Getränk. Der Trank wirkt und der Drachen schrumpft und stirbt am
Gift. Die Köche fertigen aus ihm feine Drachenwürste, die wir zu Mittag verspeisen. Zur Feier des Tages findet zurück
im Schloss Enzenbühl ein Festessen mit einer ritterlichen Darbietung und anschliessendem Feuerwerk statt.
Am Donnerstag, am Geburtstag des Königs, findet ihm zu Ehren ein Ritterturnier statt. Jedoch verbreitet sich schon am frühen
Nachmittag das Gerücht, dass die Pest ausgebrochen sei. Die Hofärztin untersucht uns alle, trennt die Gesunden von den Kranken
und mischt Pestmedikamente. Da die Pest die Augen angreifen kann, müssen alle Infizierten eine Augenbinde tragen und von einer
gesunden Person geführt werden. Im stockdunklen Wald sammeln wir schliesslich die verschwundenen Heilmittel gegen die Pest und
kehren alle müde aber geheilt ins Schloss zurück. Bevor wir zu unserer verdienten Nachtruhe kommen, erhalten aber erst noch
zwei unserer Leiter, nach harten Prüfungen, ihren Pfadinamen.
Am Freitagmorgen – es ist schon unser letzter Tag auf dem Schloss Enzenbühl – untersucht die Hofärztin uns erneut und bestätigt
die Genesung aller Ritter. Wir vollenden die letzten Tagesaufgaben und treffen Vorbereitungen für das Abschiedsessen.
Nun ist es aber Zeit für den grossen Auftritt: Denn alle tapferen Kinder werden vom sichtlich zufriedenen König zu Rittern
geschlagen und erhalten für ihren furchtlosen Einsatz ein kunstvolles Ritterabzeichen.
Die Lagerleitung
Sharena, Saide, Jariyya und Seraphin
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