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Lagerbericht PfiLa 2009 in Niederstocken BE
«Harry Potter»
Am Samstag wurden alle Lagerteilnehmer von Albus Dumbledore, dem Rektor, in der Zauberschule Hogwarts begrüsst. Gemeinsam spazierten alle vom Treffpunkt zum eigentlichen Lagerplatz: einem Bauernhof, wo wir im Stroh übernachteten.
Dort angekommen wurde erst Mal eingepufft und danach durften sich alle angehenden Zauberschüler und -schülerinnen unter den sprechenden Hut setzen. Auf diese Weise wurden alle Schüler auf die vier Häuser Gryffindor, Hufflepuff, Slytherin und Ravenclaw aufgeteilt. Diese Gruppeneinteilungen spielten im gesamten Lager immer wieder eine Rolle.
Bereits am Nachmittag begann der Unterricht in der Zauberschule. Jeder durfte sich das wichtigste Utensil eines jeden Zauberers basteln- seinen Zauberstab. Zudem wurden erste Zaubertricks gelernt. Auch wenn beim ersten Zauberversuch nicht alles auf Anhieb klappte…
Als ein Küchenbrett herbeigezaubert werden sollte, kam dabei erst mal eine zerdrückte Banane zum Vorschein! Beim zweiten Versuch erschien zumindest schon mal eine Miniaturversion eines Küchenbretts und beim dritten Versuch klappte es mit vereinten Kräften doch noch. Da sieht man mal, dass Zaubern eben doch gelernt sein will!
Ein weiteres Highlight des ersten Tages war es, dass alle, die das gerne wollten, im Kuhstall beim Melken zusehen durften. Auch sonst gab es viel zu entdecken, denn es leben auf dem Hof doch neben den Kühen und Menschen zahlreiche Kaninchen, Gänse, Hühner und sonstige Tiere. Zudem hatten wir unerwartet Nachbarn: Eine deutsche Familie war mit ihren Kindern dort. Erste zaghafte Kontakte wurden geknüpft und der Spielplatz wurde ausgiebig eingeweiht.
Auch wenn gegen Ende des Unterrichts am Nachmittag erste Regentropfen gefallen waren, hatten wir grosses Glück, denn es sollten für den Rest des Lagers die einzigen gewesen sein und so konnten alle bald ihre Regenkleider wieder ablegen und wir konnten draussen zu Abend essen.
Nach dem leckeren Abendessen fand eine Zaubershow statt. Es wurden Kartentricks und optische Täuschungen und noch einiges mehr zum Besten gegeben. So ging ein spannender und erlebnisreicher erster Lagertag zu Ende.
Am Sonntag konnten wir im schönsten Sonnenschein frühstücken. Doch obwohl es Wochenende war und wir schönes Wetter hatten, ging der Unterricht weiter. Den Zauberschülern wurde als erstes der Stein der Weisen gezeigt, auf den es aufzupassen galt. Im eigentlichen Unterricht stand dann die Kräuterkunde auf dem Programm. Die vier Klassen mussten erst je einen Stein in den Farben ihrer Klasse verzieren und dann rund um Hogwarts/den Bauernhof verschiedene Zauberkräuter finden, die immer zwischen goldenen Steinen wachsen. Im Tausch gegen ihren eigenen Stein durften sie einen Teil der Pflanze und einige goldenen Steine mitnehmen. Aus den gesammelten Kräutern wurde danach ein Zaubertrank gebraucht.
Nach der Znünipause war plötzlich der Stein der Weisen verschwunden! Und da alle so ins Kräutersammeln vertieft gewesen waren, hatte niemand den Diebstahl bemerkt! Was könnte man nun tun, um die magische Schutzkraft des Steins der Weisen zu ersetzen?! Glücklicherweise wusste die Lehrerin in Kräuterkunde Rat: Wenn man Zauberkräuter zwischen den gesammelten goldenen Steinen pflanzt, dass kann man dadurch ebenfalls magische Schutzkraft erzeugen, auch wenn diese nicht so stark ist, wie diejenige des Steins der Weisen. Die Zauberschüler gestalteten daher Blumentöpfe, in welche Kräuter gepflanzt wurden.
Am Nachmittag suchten die angehenden Zauberer mit Hilfe eines Postenlaufs nach dem Stein der Weisen. Während die meisten auf dem Postlauf Richtung Wald unterwegs waren, befanden sich die ältesten Zauberschüler bereits dort.
Mit Hilfe von Sämu bauten sie ein Seilbähnli. Da wurde das Gelände erkundet, geknotet, an Seilen gezogen und Büsche wurden zurückgebunden, um freien Flug zu ermöglichen. Nach getaner Arbeit durften alle das Gefühl durch die Luft zu schweben erleben und das selbstgebaute Seilbähnli ausprobieren.
Der Stein der Weisen tauchte an diesem Nachmittag zwar nicht auf, dennoch hatten alle viel erlebt und geleistet und wurden von unseren Köchen mit einem Grillieren im Wald belohnt.
Beim Dessert zurück in Hogwarts hatte die Hellseherin dann eine Vision vom Raub des Steins der Weisen. Sie verdächtigte darauf einige Zauberschüler und sogar Lehrer!
Die Beschuldigten wurden deshalb einzeln von Rektor Dumbledore und dem sprechenden Hut verhört. Sie suchten weiter tapfer im Heu in der Scheune im Dunkeln ein Schutzamulett, ohne sich von den dort herumspukenden Geistern einschüchtern zu lassen. Sie traten mehr oder weniger furchtlos dem gegenüber, dessen Name man nicht nennen darf (Wir tun es dennoch: Lord Voldemort.). Wenn sich auch die Mehrheit von diesem Bösewicht ihre Schutzamulette im Tausch gegen einen gefälschten Stein der Weisen abnehmen liessen, so gewannen doch alle gegen die Hellseherin im Memory. Da sich diese danach noch einmal sehr genau auf ihre Vision konzentrierte, konnte die Unschuld aller bewiesen werden. Nach der bestandenen Mutprobe und der ungerechtfertigten Anschuldigung hatten sich alle ihren neuen Pfadinamen redlich verdient!
Am Montagmorgen galt es nach dem Frühstück und dem Packen, den noch immer verschwundenen Stein der Weisen endlich wieder zu finden. Plötzlich war da auch noch der seltsame Professor Snape aufgetaucht, der wichtigtuerisch irgendwelche Tränke mischte und vor sich hin murmelte. Er verriet zwar nicht, was er vor hatte, liess uns aber mithelfen, denn wir sollten die benötigten Zutaten für ihn suchen.
Als Snape den Trank zusammenmischen wollte, bemerkte er, dass Dumbledore, der das Wirrkraut suchen sollte, fehlte! Die Lehrer versuchten erfolglos ihn zu orten, die Hellseherin beispielsweise sah nur schwarz…. Also machten sich alle auf die Suche nach ihm, und fanden ihn völlig verwirrt und kaum ansprechbar in der Scheune wieder. Das Wirrkraut hatte ganze Arbeit geleistet!
Mit vereinten Kräften gelang es dem Lehrerkollegium ihren Rektor aus dem Bann des Wirrkrauts zu befreien. Das Kraut konnte dem geheimnisvollen Trank beigegeben werden. Da Snape noch immer nicht verraten möchte, was für ein Zaubertrank das denn nun sei, fiel der Verdacht auf ihn, dass er etwas mit dem Verschwinden des Steins der Weisen zu tun habe. Unter dieser Anklage gab Snape nach und erklärte, dass er mit unserer Hilfe ein Wahrheitsserum gebraut hatte. Jeder Lehrer musste nun einen Schluck davon trinken- doch keiner wusste etwas über den Stein!
Nur Dumbledore weigerte sich, vom Wahrheitsserum zu trinken. Nach langem Hin und Her willigte aber auch er ein und gestand unter der Wirkung des Serums, dass er den Stein der Weisen hatte verschwinden lassen! Das hätte nun wirklich niemand für möglich gehalten, dass ausgerechnet der ehrwürdige Rektor der Zauberschule den Diebstahl begangen hatte!
Dumbledore erklärte, dass alles nur inszeniert worden war, um uns auf die Probe zu stellen. Da sich aber alle so gut verhalten, tatkräftig bei der Suche mitgeholfen und obendrauf auch noch motiviert den Unterricht besucht hatten, erhielten alle Zauberschüler ein Diplom. Dieses bestätigt den Besuch am Wochenend-Zauberkurs in Hogwarts und dessen erfolgreichen Abschluss.
Als frisch diplomierte Zauberschülerinnen und -schüler fuhren alle Teilnehmer am Montagnachmittag wieder nach Hause und hatten hoffentlich ebenso erlebnisreiche und lustige Pfingsttage verbringen können, wie das müde aber zufriedene Lehrerkollegium, das sie in Hogwarts zurück liessen!
Die Lagerleitung
Muj, Jaria, Zora und Saide
Pfi-La Fotos werden bald folgen.
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