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Portrait PTA Bern

Spielen, sich in der Natur aufhalten und austoben können, darauf hat jedes Kind ein Recht – dies ist der Leitgedanke der Pfadi Trotz Allem (PTA).

27 PTA-Abteilungen zählt die Schweiz, die sich durch die Jahre mehr oder weniger unabhängig von einander entwickelt haben. Entsprechend unterschiedlich sind die Konzepte der einzelnen PTA-Abteilungen. Während einige Abteilungen ihre Pfadiübungen im Umfeld von Behindertenheimen abhalten und somit regen Zulauf von Kindern und Jugendlichen aus den Heimen haben, fanden andere Abteilungen ihren Weg mittels Mund-zu-Mund-Propaganda.

So finden die Übungen der PTA Bern zum Beispiel in zwei Wohnheimen statt und erfreuen sich reger Nachfrage, nicht nur heimintern. Wöchentlich, vierzehntäglich oder aber monatlich erscheinen die Pfader zu den Übungen, in denen der körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Belastbarkeiten der sieben bis 16jährigen Rechnung getragen wird. Damit die Übungen für die Kinder zum Erlebnis werden, sind Ideen gefragt. Dabei ist die Vorbereitung der Übungen bisweilen eine Gratwanderung: Wie können die Kinder gefordert werden, ohne überfordert zu sein? Mit zunehmender Routine und Vertrautheit mit den Kindern fällt es der Pfadileitung leichter, diese Aufgabe zu meistern. Dennoch stellt vor allem die Lagerplanung das Leiterteam vor eine immense Herausforderung, denn wie in jeder anderen Pfadi sind das Pfingst- und das Sommerlager integraler Bestandteil des PTA-Betriebes. Die Lager sind für die PTA-Leitung aber nicht nur eine Herausforderung, sondern mit Sicherheit auch der Höhepunkt eines PTA-Jahres, zeigt sich doch hier einerseits, wie sehr die Leiter auch Bezugspersonen der Pfader sind, andrerseits aber auch, wozu die Kinder und Jugendlichen im Stande sind. Ausserdem bringen die PTA-Kinder dem Lagerteam eine unheimliche Dankbarkeit und Lebensfreude entgegen, die für das ganze Team motivierend ist.

So heterogen die PTA-Abteilungen von ihrer Struktur her sind, so gemischt sind auch die Pfadi-Gruppen selbst. So reicht die Altersspanne der Kinder in der PTA Bern von sieben bis 16 Jahren, Mädchen und Knaben werden nicht getrennt, körperlich und geistig Behinderte mit sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern sind gleichermassen Teil einer einzigen Pfadigruppe. So unbeschwert der Umgang mit der Behinderung in der PTA sein soll, so unkompliziert sind ihre Strukturen.




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